Von Plastikverzicht zur Papierauswahl:
Unser ganzheitlicher Wandel

Plastikverzicht und Branchenstandard

Die deutsche Bonnier-Gruppe hat 2019 damit begonnen, Hardcover-Bücher nicht mehr in Plastikfolie einzuschweißen – eine Praxis, die bis dahin als Branchenstandard galt. Um den Übergang zu erleichtern und eine klare Kommunikation gegenüber Buchkäufern und Handelspartnern sicherzustellen, wurde während einer Übergangsphase ein „Frischhalte-Siegel“ eingeführt. Dieses diente als Alternative und unterstützte die Akzeptanz der Maßnahme.

Maßnahmen an den Bürostandorten

Maßnahmen wie der Einsatz von Recyclingpapier, energiesparender Beleuchtung und die Umstellung auf digitale Arbeitsprozesse tragen an unseren Verlagsstandorten aktiv zur Ressourcenschonung bei.

Innovative Papiersorten mit geringer Emission

Die Entwicklung emissionsarmer Papiere hat zu einer Reduktion unserer Treibhausgasemssionen beigetragen.

Nachhaltigkeit vor Ort in unseren Verlagen

Frischhalte-Siegel der deutschen Bonnier-Gruppe

Unser Ziel war und ist es, CO₂-Emissionen direkt bei der Herstellung unserer Bücher und Produkte zu vermeiden und Ressourcen effizient zu nutzen. Bereits 2019 haben wir bei vielen Produkten auf Plastikfolie verzichtet, indem wir Hardcover-Bücher nicht mehr in Folie einschweißten – eine Praxis, die bis dahin als Branchenstandard galt.
Um den Übergang zu erleichtern und eine klare Kommunikation gegenüber Buchkäufern und Handelspartnern sicherzustellen, wurde während einer Übergangsphase ein „Frischhalte-Siegel“ eingeführt. Nach einer kurzen Übergangszeit wurde das Siegel nicht mehr benötigt, und heute werden die meisten Bücher vollständig ohne Einschweißfolie ausgeliefert – ein Ansatz, der inzwischen zum Branchenstandard geworden ist.

Weitere Maßnahmen an den Bürostandorten der Verlage in Deutschland

Die Verlage haben über den Fünf-Säulen-Ansatz hinaus zahlreiche Projekte an ihren Standorten initiiert, die einen positiven Einfluss auf die Emissionsentwicklung haben sollen. Diese Maßnahmen wurden mindestens in einem, häufig jedoch in mehreren und teilweise sogar in allen Unternehmen der Bonnier-Gruppe umgesetzt:

  • Recyclingpapier für Kopierer, Drucker und Geschäftskorrespondenz
  • Zertifiziertes Büromaterial (Einsatz von Recyclingmaterialien oder Zertifizierung, wie z. B. FSC. FSC ist ein internationales Zertifizierungssystem für nachhaltige Forstwirtschaft, das auf unabhängiger Drittprüfung basiert)
  • Umstellung auf energiesparende Beleuchtung (Einsatz von LED- und Energiesparlampen)
  • Einsatz von Zeitschaltuhren für Lichtanlagen
  • Umstellung unserer Arbeitsprozesse auf digitale Arbeitsweisen (z. B. der Korrekturprozess, dadurch Reduktion von Papier und Arbeitsmaterial)
  • Wiederverwertung von Verpackungsmaterialien für den Versand von Büchern und Belegexemplaren

Entwicklung und Einsatz von Papieren mit geringerem Emissionswert

In Zusammenarbeit mit einem Druckpartner und einer schwedischen Papierfabrik haben wir zwei neue Papiersorten entwickelt. Seit Anfang 2023 verwendet Bonnier ein Papier, dessen Herstellung laut Hersteller bei rund 25 kg fossilem CO2 pro Tonne liegt (Paper Profile 2022, Lessebo Scandia 2000; direkte Emissionen aus der Produktion von Zellstoff und Papier, Systemgrenze: Produktionsstandort). Das Paper Profile ist auf Anfrage einsehbar.

Zum Kontext: Der europäische Branchendurchschnitt für direkte fossile CO2-Emissionen in der Papierproduktion wird von CEPI mit rund 250 kg pro Tonne angegeben (CEPI Key Statistics 2024 ). Die zugrunde liegenden Daten beziehen sich auf vergleichbare Emissionskategorien (fossile, direkte Emissionen). Ein direkter Vergleich dieser Werte ist aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden, Systemgrenzen und Datengrundlagen nur eingeschränkt möglich und erlaubt keine abschließende Bewertung. Das Papier wird in Schweden hergestellt; die Rohstoffe stammen überwiegend aus schwedischen Wäldern (Herstellerangabe, Paper Profile 2022).

In einem weiteren Projekt wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem unbedruckter Papierabfall aus der Produktion aufbereitet und als Rohstoff für die Herstellung von Buchpapier wiederverwendet wird. Das Verfahren ermöglicht es, diesen Materialstrom einer erneuten Nutzung zuzuführen, anstatt ihn als Abfall zu entsorgen.

Zum Thema gestellte Fragen

Die Einbindung unserer Mitarbeitenden ist ein entscheidender Faktor für das Erreichen unserer Klimaziele. Durch transparente Informationen und Aufklärung unterstützen wir sie dabei, die Auswirkungen ihrer betrieblichen Entscheidungen auf die Umwelt besser zu verstehen. Ob es um die Reduzierung von Reisen, die Auswahl nachhaltiger Lieferanten oder die Optimierung des Energieverbrauchs im Büro geht – jedes Teammitglied trägt aktiv zur Umsetzung unserer Klimaschutzmaßnahmen bei.

Zudem ermutigen wir unsere Mitarbeitenden, ihre eigenen Ideen in die lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen einzubringen. Einige Verlage haben bereits eigene Arbeitsgruppen gegründet, die gezielt an Verbesserungen im Alltag arbeiten und das unternehmensweite Wissensnetzwerk stärken. Individuelles Feedback wird ebenfalls gefördert und als wertvoller Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Strategie angesehen.

Die Emissionen variieren je nach Faktoren wie der verwendeten Papiersorte und dem Produktionsprozess. Durch sorgfältige Materialauswahl und die Nutzung erneuerbarer Energien durch unsere Lieferanten haben wir den Treibhausgas-Fußabdruck unserer gedruckten Bücher deutlich reduziert. Bücher haben aufgrund ihrer langen Nutzungsdauer einen vergleichsweise geringen Emissionsanteil pro Nutzungsjahr (Quelle: DEFRA Conversion Factors 2024).